Für mich war es bisher selbstverständlich, einzelne soziale Netzwerke (social communities) einer bestimmten Nutzungsart zuzuordnen:
Bei Facebook verschwimmen allerdings die Grenzen zwischen beruflich und privat. Es handelt sich um das am stärksten wachsende Portal - und zur Zeit das mit der größten Nutzerzahl.
Allerdings kann eine nicht differenzierte Nutzung zu Problemen führen. Dies hängt mit den Möglichkeiten zusammen, die dort genutzt werden - und negative Auswirkungen auf den öffentlichen Eindruck (also das Image) einer Person haben können. An der öffentlichen Pinnwand können (unpassende) Beiträge erscheinen, (peinliche) Fotos werden verlinkt, Apps und Spiele veröffentlichen unkontrollierbar Beiträge, ggf. beruflich wichtige Nachrichten gehen in der Menge unter usw.
Eine Möglichkeit, die auch am Rande des BZgA-Werkstattgesprächs aufkam, ist die Nutzung verschiedener Accounts.
Bei Facebook könnten folgende Persönlichkeiten entwickelt werden:
Generell würde eine solche Trennung zum Datenschutz beitragen (vergleiche Kritik bei Stiftung Warentest: Soziale Netzwerke: Datenschutz oft mangelhaft.)
Problematisch ist allerdings, das Facebook in den Nutzerbedingungen mit "Du wirst nur ein persönliches Profil erstellen." keine weitere Accounts zulässt. Das bedeutet, dass diese das Recht haben, Benutzer zu löschen - und dies auch einsetzen. Mir ist noch nicht klar, wie man damit umgehen sollte.
Zur Praxis: Die wohl einfachste Möglichkeit, mehrere Accounts gleichzeitig zu nutzen, ist der Einsatz unterschiedlicher Browser wie Firefox und Opera.
Warum ich dies schreibe?
Bei der Nutzung von Facebook fallen mir immer wieder Probleme in der Nutzbarkeit auf - eines davon ist die mangelnde Trennung zwischen privat und beruflich - und der dabei auftretenden Datenschutzproblematik.
Zur Zeit überlege ich noch, ob ich für mich weitere Persönlichkeiten einrichten sollte.